Apple enthüllt KI-Integration zum Start des iPad-Events
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Der amerikanische Technologieriese Apple Inc. wird seine Pläne für künstliche Intelligenz (KI) voraussichtlich während des iPad-Events vorstellen, das am Dienstag beginnt. KI-Funktionen sollen künftig eine zentrale Rolle in fast allen Bereichen des Apple-Ökosystems spielen.

Während der Fokus bei früheren iPad-Events meist auf der Enthüllung neuer Hardware lag, sind Apple-Nutzer und Investoren nun gespannt, wie der Tech-Gigant KI in sein Ökosystem integrieren will. Bisher hat der Konzern aus Cupertino noch keinen so kühnen Vorstoß in die KI-Welt angekündigt, wie man es von früheren bahnbrechenden Initiativen kennt. Jüngste Leaks des bekannten Apple-Reporters Mark Gurman deuten zwar darauf hin, dass das im April enthüllte Event-Logo die Vorstellung neuer iPads ankündigt, jedoch dürften konkrete Neuigkeiten zu KI erst im Juni kommen.

Gurman zufolge findet im Juni die jährliche Worldwide Developers Conference (WWDC) statt, auf der Apple voraussichtlich die KI-Integration in sein Ökosystem bestätigen wird. Wie Gurman berichtet, plant Apple, Siri mithilfe eines generativen KI-Modells zu ersetzen oder zu verbessern. Hierfür könnte eine Zusammenarbeit mit Google oder OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, ins Spiel kommen. Ähnlich wie Microsoft will Apple KI-gestützte Zusammenfassungen in Keynote-Apps wie Numbers und Pages integrieren. Bloomberg berichtet außerdem, dass das Softwareentwicklungs-Kit Xcode voraussichtlich KI-Funktionen erhalten wird, um mit Github Copilot und Microsoft Copilot konkurrieren zu können.

Die Integration generativer KI-Chatbots soll die Bereitstellung von AppleCare-Diensten erleichtern. Apple Music erhält ein KI-Upgrade, mit dem Nutzer personalisierte Playlists im Stil von Spotify erstellen können.

Laut Apple Insider erhält der native iPhone-Browser Safari ein KI-Upgrade. Insbesondere wird Safari die erweiterte Inhaltsblockierungsfunktion „Web Eraser“ beinhalten. Apple nähert sich außerdem der Integration einer KI-gestützten Bildersuche. Dies steht im Einklang mit der Erwähnung von KI während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen letzte Woche. Damals betonte CEO Tim Cook die lebensrettenden Funktionen der Apple Watch.

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Cook bekräftigte, dass Apple KI und maschinelles Lernen nutzt, um lebensrettende Funktionen wie die Überwachung des Herzrhythmus und die Sturzerkennung zu ermöglichen. Der CEO sieht in generativer KI eine entscheidende Chance, die bestehenden Vorteile von Apple-Produkten zu verbessern.

Cook erklärte, dass das aktuelle MacBook Air der beste Consumer-Laptop für KI-Anwendungen sei. Auf die Frage, ob KI für Verbraucher zu einem entscheidenden Kaufkriterium werden würde, wich der CEO aus. Apple erklärte seine bisherige Zurückhaltung im globalen KI-Wettrüsten mit Google, Meta, Amazon und Microsoft. Der kalifornische Tech-Riese gibt jedoch zu, sich bereits seit Jahren mit dieser Technologie zu beschäftigen.

Im August letzten Jahres informierte Cook Reuters, dass Apple intensiv an verschiedenen KI-Technologien, darunter generativer KI, forsche. Er versicherte, dass Apple weiterhin in die Entwicklung und Innovation von Produkten investieren werde, die das Leben der Menschen verbessern. Im November äußerte Cook in einem Interview mit der Sängerin Dua Lipa, dass die Sicherheit bei der Entwicklung von KI Priorität haben sollte. Der CEO befürwortet zudem Regeln und Vorschriften für KI und generative KI.

Cook drängt Regierungen, die Regulierung von KI zu priorisieren, was Apple voll und ganz unterstütze. Apple hat sich kürzlich aktiv für eine KI-Regulierung eingesetzt.

Apples mutiger Vorstoß in die KI-Welt

Apples Reise in die KI-Welt geht jedoch über den Ruf nach Regulierung hinaus und manifestiert sich im Einstieg in ein Segment, das traditionell von Microsoft dominiert wird. Apple stellte MLX als Open-Source-Framework für M-Series-CPUs vor. Im Februar kündigte Apple eine Partnerschaft mit der University of California Santa Barbara an. Die Initiative zielt auf die Entwicklung von MGIE-Software ab, einem KI-Modell zur Bearbeitung von Bildern mithilfe natürlicher Sprache.

Im April enthüllte Apple OpenELM, eine Reihe von KI-Sprachmodellen. Diese Initiative soll Microsofts Phi-3 herausfordern, obwohl Apple bisher Versionen mit 270M, 450M und 3B Parametern veröffentlicht hat. Apples KI-Ambitionen haben die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich gezogen, allen voran der Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts. Sie forderte die Einleitung von Kartellklagen gegen Google und deutete damit eine mögliche Allianz mit Apple an.

Warren wies darauf hin, dass Google 90 % des Suchmaschinenmarktes beherrscht und Milliarden dafür zahlen könnte, zum Standard-Webbrowser für Apple-Geräte zu werden. Die Demokratin unterstrich, dass Google Gespräche über die Integration von KI-Tools in iPhones führe.

Schlussbemerkungen

Apple steht mit der geplanten KI-Integration in seinem Ökosystem vor einem spannenden Schritt. Während konkrete Details vermutlich erst auf der WWDC im Juni enthüllt werden, deuten die Leaks auf eine umfassende Integration von KI in verschiedene Apple-Produkte und Dienste hin. Ob Apple damit den Rückstand gegenüber anderen Tech-Giganten aufholen kann, bleibt abzuwarten. Es wird interessant zu beobachten, wie die neuen KI-Funktionen von den Nutzern aufgenommen werden und ob sie Apple im Kampf um die Vorherrschaft im Technologiesektor neue Impulse verleihen können.

Kevin Decker

By Kevin Decker

Kevin Decker, ein erfahrener Wortschmied, hat sich darauf spezialisiert, aufschlussreiche und fesselnde Artikel über Kryptowährungen zu verfassen. Mit einem tiefen Verständnis für Blockchain-Technologie und Markttrends navigiert er durch die komplexe Welt der Krypto und liefert informative Beiträge, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Enthusiasten ansprechen. Kevins Schreibstil ist ein Leitlicht im stetig wandelnden Bereich der digitalen Finanzen.

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